Das mobile Internet steht vor seinem endgültige Durchbruch. Gab es vor einigen Jahren Bestrebungen, mit WAP die Handys internetfähig zu machen, so muss man heute sagen, dass die Aktivitäten damals in Sachen mobiles Internet ihrer Zeit damals voraus waren.
Die Technik war damals nicht so weit entwickelt, dass das Surfen im Internet über das Handy sonderlich attraktiv war. Hinzu kamen extrem hohe Zugangskosten. Erste Anbieter von mobilen Inhalten setzen auf das mobile Internet.
Der Break Even konnte damals nicht überschritten werden: Für Anbieter von mobilen Inhalten lohnte es sich nicht, weiter im großen Umfang WAP-Seiten zu unterhalten. Für Handybesitzer gab es zu wenige attraktive Inhalte, die den Betrieb eines internettauglichen Handys rechtfertigten.

Mit der Entwicklung leistungsfähiger Kommunikationshardware und mit der gleichzeitigen Absenkung der Gebühren für das Aufrufen mobiler Inhalte wurde es in den letzten Jahren für viele Portalbetreiber wieder interessant, mobile Plattformen zu entwickeln.
Einen nicht unwesentlichen Beitrag für die Entwicklung und Verbreitung leistete die Firma mTLD Top Level Domain Ltd, die mit der Einführung der neuen domain .mobi einen neuen Standard für Webseiten entwickelte, die speziell für das mobile Internet gestaltet werden.
Die neue Domain .mobi ist insbesondere in der deutschsprachigen Internetgemeinde sehr stark umstritten. Einerseits wird die Ansicht vertreten, dass das Internet in Zukunft eins zu eins auf die mobilen Endgeräte übertragen wird. Mit den Iphone von Apple seien bereits Meilensteine gelegt worden. Die Erstellung von speziellen Webseiten für Handys sei somit sinnlos.
Anderserseits wird von Kritikern eingestanden, dass ein mobiles Internet durchaus abgespeckte Seiten benötige, wie sie in großer Menge bereits produziert werden. Eine Kennzeichnung durch .mobi sei aber überflüssig, weil spezielle Browserweichen die User auf handyoptimierte Webseiten lenken würde. Die Nutzung der alten Domains unter .com, .de usw. sei völlig ausreichend.
Solle dennoch eine Kennzeichnung mobiler Webseiten nötig werden, dann sei .mobi ebenfalls sinnlos, weil das ebenso gut mit Subdomains getan werden könne. Als Beispiele werden gern wap.stern.de oder mobile.bahn.de genannt.
Diese und viele andere Diskussionen zeigen, dass Bewegung in das Thema mobiles Internet geraten ist.